Foodpairing – Welcher Wein passt zum Essen?

Roter Wein zu rotem Fleisch und weißer Wein zu weißem Fleisch und Fisch. Diese Faustformel kennt fast jeder. Aber nur diese Aussage lässt trotzdem noch viel Spielraum für die richtige Wahl des richtigen Weines. Beim Foodpairing geht es auch darum Geschmacksmuster von Essen und Wein auf einander abzustimmen. Klinkt kompliziert, ist es aber gar nicht. Wir erklären Euch, wie es funktioniert und Ihr auch im Restaurant immer eine gute Figur bei der Weinauswahl macht.

Foodpairing Tipps – Wer zu wem?

Jedes Gericht lässt sich in die drei Komponenten Rohstoff, Zutaten und Zubereitungsart unterteilen. So ist zum Beispiel das Aroma eines Rinderfilets stark abhängig von der Garmethode. Dieses entwickelt auf dem Grill ein kräftiges Aroma mit vielen Röststoffen. Während ein Sous vide Filet einen viel sanfteren Geschmack ausbildet. Hinzu kommen noch die weiteren Komponenten der Beilagen. Also müssen wir das Gericht immer als Ganzes betrachten.

Auch wen es sich erstmal kompliziert anhört, ist Foodpairing erlernbar. Die Kunst Wein und Speisen zu kombinieren bedarf etwas Übung. Auch der ein oder andere Rückschlag ist in dieser Zeit möglich. Aber mit ein wenig Erfahrung kommt die Freude und die Lust am Experimentieren.

Grundregeln des Foodpairings

Um nicht ganz von vorne anzufangen haben wir ein paar Grundregeln zusammengefasst. Diese sollen in erster Linie als Leitplanken des guten Geschmacks dienen. Individuelle Vorlieben können hiervon natürlich abweichen.

  • Schaumweine: Champagne, Crémant, Prosecco, Cava, Sekt
  • Frische Weißweine: Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Muscadet, Grauburgunder, Riesling, Gewürztraminer, Grüner Veltliner
  • Gehaltvolle Weißweine: Chardonnay, Marsanne, Sémillon
  • Rosé: Pinot Noir, Syrah, Garnacha, Tempranillo
  • Leichte Rotweine: Spätburgunder, Grenache, Pinot Noir
  • Mittelkräftige Rotweine: Merlot, Sangiovese, Tempranillo, Primitivo
  • Gehaltvolle Rotweine: Malbec, Shiraz, Monastrell, Pinotage, Petite Sirah, Cabernet Sauvignon
  • Süßweine: Muskateller, Riesling, Chenin Blanc, Gewürztraminer
  • Dessertweine: Port, Sherry, Madeira, Muskat

Bei den einzelnen Weinen kann es je nach Ausbau, Herkunft und Jahrgang auch zu leichten Verschiebungen bzgl. der Kategorie kommen. So kann zum Beispiel ein junger Chardonnay aus der “neuen Welt” frischer Schmecken als ein gereifter aus dem Barrique, der in Frankreich produziert wurde.

Foodpairing
Quelle: Flickr.com Sarah Stierch