Weinqualitäten – Was bedeutet Q.b.A., VDP & Co.

Beim Einkaufen, im Restaurant oder bei einer Weinprobe begegnen uns Abkürzungen, wie Q.b.A., D.O.C., VDP auf den Weinetiketten. Auch Bezeichnungen wie Kabinett oder Beerenauslese fallen immer wieder auf. Aber was bedeuten diese Weinqualitäten eigentlich und was steckt dahinter?

§ Weinqualitäten und Weinrecht §

In Europa bestimmen die Weinnationen Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Deutschland die Weinqualität ihrer Produkte anhand von definierten Standards. Dem entsprechend werden bestimmte geschützte Bezeichnungen vergeben, die die Qualität des Weins beschreiben. In Deutschland regelt hier das deutsche Weinrecht (WeinG) diese Benennungen. Außerdem vergibt der Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e. V. (VDP) zusätzliche Auszeichnungen für ihre Mitgliedsweine.

Die deutschen Bezeichnungen

Grundsätzlich unterscheidet man hier vier Qualitäten: Deutschen Wein ( früher: Tafelwein), Landwein, Qualitätswein (Q.b.A) und Prädikatswein (Q.m.P.). Des Weiteren wird die höchste Stufe (Prädikat) nochmals in folgende sechs Güteklassen unterteilt:

  • Kabinett: feine, leichte Weine aus reifen Trauben jedoch mit geringem Alkoholgehalt
  • Spätlese: reife, elegante Weine mit feiner Frucht, die etwas später geerntet werden
  • Auslese: Dabei handelt es sich um edle Weine aus vollreifen Trauben, unreife Beeren kommen nicht in den Most
  • Beerenauslese: Für diese vollfruchtigen Weine werden überreife, edelfaule Beeren benötigt.
  • Trockenbeerenauslese: aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren ist die Trockenbeerenauslese die Spitze der Qualitätspyramide. Dabei hat dieser süße und honigartige Wein eine extreme Alterungsfähigkeit von Jahrzehnten. Jedoch kann man solche Weine nicht in jedem Weinjahrgang ernten.
  • Eiswein: Diese Spitzenweine sind aus Trauben, die in gefrorenem Zustand unter minus 7 Grad Celsius gelesen und gefroren gekeltert werden, so dass nur das Frucht-Konzentrat ausgepresst wird. Das Mindestmostgewicht entspricht dem einer Beerenauslese

Die Klassifikation des VDP sieht dabei wie folgt aus:

  • VDP.Gutswein
  • VDP.Ortswein
  • VDP.Erste Lage
  • VDP.Große Lage
  • VDP.Großes Gewächs bezeichnet dabei den besten trockenen Wein aus einer VDP.Große Lage

Vergleich der internationalen Bezeichnungen

DeutschlandItalienFrankreichSpanienPortugal
Deutscher Wein
(früher: Tafelwein)
Vino da tavolaVin de tableVino de mesa
oder
Vino corriente
Vinho de mesa
LandweinIGP
Indicazione Geografica Protetta
(früher: IGT)
IGP
Indication Géographique Protégée
(früher: Vin de Pays)
IGP
Indicación Geográfica Protegida
(früher: Vino de la tierra)
IGP
Indicação Geográfica Protegida
(früher: Vinho regional)
Qualitätswein
(früher: Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete, QbA)
DOC
(Denominazione di
origine controllata)
Regionale AOC
(Appellation d’Origine Contrôlée)
und VDQS
(Vin Délimité de Qualité Supérieure)
D.O.
Denominación de Origen
VQPRD
(Vinhos de Qualidade Produzidos em Região Determinada)
Prädikatswein
(früher: Qualitätswein mit Prädikat)
DOCG
(Denominazione di
Origine Controllata e Garantita)
Subregionale und kommunale AOC
(Appellation d’Origine Contrôlée)
DOC
(Denominación de Origen Calificada)
DOC
(Denominação de Origem Calificada)
Quellen:
Titelbild: VDP.de

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